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Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Was dieses Verfahren ausmacht, wie eine Stunde abläuft und in welchem Rahmen eine Behandlung stattfindet.

Der Grundgedanke

Der Begriff klingt sperriger, als die Sache ist. Gemeint ist eine Form der Psychotherapie, die davon ausgeht, dass gegenwärtige Beschwerden mit früheren Erfahrungen zusammenhängen und mit inneren Konflikten, die einem nicht ohne Weiteres zugänglich sind.

Vieles, was uns bestimmt, haben wir früh gelernt: wie man mit Nähe umgeht, mit Ärger, mit Anforderungen, mit Enttäuschung. Solche Muster haben einmal ihren Sinn gehabt. Später können sie zu eng werden — man reagiert auf eine Situation nicht so, wie sie es verlangt, sondern so, wie man es kennt. Manchmal merkt man das selbst, oft nicht.

In der Behandlung schauen wir uns an, was Sie gegenwärtig belastet, und gehen den Mustern nach, die sich darin zeigen: in Beziehungen, im Umgang mit sich selbst, in Situationen, die immer wieder ähnlich verlaufen.

Wie eine Stunde abläuft

Wir sitzen uns gegenüber und sprechen miteinander. Es gibt keine Übungen, keine Aufgaben für zu Hause, keinen festgelegten Ablauf. Sie bringen mit, was gerade da ist — auch wenn es Ihnen unwichtig oder zusammenhanglos erscheint.

Meine Aufgabe ist es, zuzuhören und das aufzugreifen, was sich zwischen den Themen zeigt. Manches wird dabei erst im Sprechen deutlich. Dass Ihnen zwischendurch nichts einfällt oder ein Thema unangenehm ist, gehört dazu und ist kein Zeichen dafür, dass etwas falsch läuft.

Was in diesen Stunden besprochen wird, unterliegt der Schweigepflicht.

Rahmen

Setting
Gespräch im Sitzen, einander gegenüber. Einzeln oder in der Gruppe.
Dauer je Sitzung
50 Minuten. Für Gruppensitzungen gelten eigene Zeiten.
Frequenz
In der Regel einmal pro Woche, zu einem festen Termin.
Gesamtdauer
Richtet sich nach dem Anliegen. Der Umfang wird bei der Krankenkasse beantragt und lässt sich bei Bedarf verlängern.
Schweigepflicht
Alles Besprochene bleibt vertraulich.

Abgrenzung zur analytischen Psychotherapie

Beide Verfahren haben denselben Hintergrund. Der Unterschied liegt im Zuschnitt: In der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie bleibt die Arbeit auf einen umgrenzten Schwerpunkt bezogen — auf das, was Sie hergeführt hat. Eine analytische Behandlung ist offener angelegt, geht weiter zurück und dauert länger.

Welches Verfahren infrage kommt, ist keine Frage von besser oder schlechter, sondern von Anliegen und Lebenssituation. Das lässt sich in der Sprechstunde klären.

Wie es beginnt

Vor jeder Behandlung stehen die psychotherapeutische Sprechstunde und die probatorischen Sitzungen. Sie dienen dazu, gemeinsam einzuschätzen, ob eine Behandlung sinnvoll ist und ob die Zusammenarbeit passt — für Sie ebenso wie für mich.

Die ersten Schritte im Überblick →

Kontakt

069 66126608

Telefonische Sprechzeit: mittwochs 13–14 Uhr

Außerhalb dieser Zeit per E-Mail: j.lendle@praxis-lendle.de — bitte ohne Angaben zu Beschwerden oder Vorgeschichte.